Wir sehen einen Menschen und bilden uns eine Meinung. Wir beobachten ein Verhalten und glauben, es beurteilen zu können. Wir denken, wir wüssten, wie wir selbst in dieser Situation handeln würden.
Aber wissen wir das wirklich?
Wir kennen nicht die ganze Geschichte eines Menschen. Nicht seine Erfahrungen, seine Gedanken, seine Sorgen oder die Herausforderungen, denen er sich stellen muss.
Was für uns selbstverständlich ist, kann für jemand anderen schwierig sein. Was wir nicht nachvollziehen können, kann für einen anderen Menschen trotzdem Realität sein.
Das gilt für sichtbare und unsichtbare Behinderungen. Aber genauso für viele andere Situationen in unserem Alltag.
💭 Vielleicht müssen wir gar nicht versuchen, uns immer vorzustellen, wie wir selbst an der Stelle eines anderen handeln würden.
Vielleicht reicht es, anzuerkennen: Wir sind nicht an seiner Stelle. Wir kennen nicht seine ganze Geschichte. Und unsere Sicht auf die Dinge ist nicht die einzig mögliche.
Wir müssen nicht alles verstehen. Aber wir können zuhören, nachfragen und unsere eigene Meinung auch einmal hinterfragen.
Wir können offen bleiben für das, was wir noch nicht kennen. Für Erfahrungen, die wir selbst nie gemacht haben. Für Perspektiven, die unseren eigenen widersprechen.
💜 Immer offen bleiben.
Denn manchmal verändert sich nicht die Situation, wenn wir genauer hinsehen. Sondern unsere Sicht auf den Menschen.





